Autor: ZONG Redaktion | technische Uebersicht ZONG
DisplayPort 2.1 Kabel: DP80, DP40 und der Aufdruck – Schema, keine Messung.Ein Aufdruck DisplayPort 2.1 auf der Hülle ist eine Protokollangabe und keine Leistungszusage. Zwischen DP40 mit 40 Gbit/s und DP80 mit 80 Gbit/s liegt der Faktor zwei, und beide dürfen sich 2.1 nennen. Der Unterschied zeigt sich erst im Link Training, wenn die Quelle UHBR20 anfordert und das Kabel nur UHBR10 trägt. Wer Strecken über zwei Meter einkauft, sollte Stufe, Länge und Prüfprotokoll getrennt verlangen und nicht eine Versionsnummer als Zusage behandeln.
Kurzantwort
Kurz gefasst: DP40 führt 40 Gbit/s über UHBR10, DP80 führt 80 Gbit/s über UHBR20, dazwischen liegt DP54 mit 54 Gbit/s. Die Zertifizierung gilt für eine Stufe und eine Länge, nicht für die ganze Baureihe. Ein 2.1-Aufdruck ohne Stufe lässt offen, ob das Kabel 8K60 mit DSC trägt. Prüfen lässt sich das nur mit einer Quelle, die UHBR20 anfordert, und einem Log der ausgehandelten Rate. Ohne diese Prüfung bleibt die Klasse eine Annahme aus dem Katalog.
Warum 2.1 allein nichts zusichert
DisplayPort 2.1 ist eine Fassung der Spezifikation und beschreibt unter anderem die Kabelklassen DP40, DP54 und DP80 sowie die aktive Variante DP80LL bis drei Meter. Ein Hersteller darf ein Kabel mit UHBR10 als Kabel der Fassung 2.1 bezeichnen, weil es diese Fassung erfüllt. Die Fassung sagt damit nichts über die höchste Stufe, die das Kabel elektrisch schafft. Genau diese Stufe entscheidet aber über 8K60, 5K120 und 4K240 am Arbeitsplatz.
Die Verwechslung entsteht im Einkauf, weil Version und Klasse in einer Zeile stehen. Sinnvoll ist eine dreiteilige Angabe: Protokollfassung, geprüfte Stufe, geprüfte Länge. Fehlt einer der drei Werte, ist die Angabe unvollständig. Ein Datenblatt, das nur 2.1 nennt, beschreibt die Kompatibilität und nicht die Übertragungssicherheit bei vier Metern im Kabelkanal.
Ein vierter Punkt betrifft die Anzeige selbst. Viele Panels melden UHBR20 nur mit DSC und nur in einem bestimmten Farbmodus. Steht im EDID kein Eintrag für 8K60 ohne Kompression, hilft auch die höchste Kabelklasse nicht. In der Prüfbank lesen wir den EDID-Block vor dem Link-Test aus und halten fest, welche Modi mit welcher Stufe angeboten werden.
DP40, DP54 und DP80 im Vergleich
Die Zahlen folgen der Brutto-Rate: DP40 entspricht UHBR10 mit 40 Gbit/s, DP54 entspricht UHBR13,5 mit 54 Gbit/s, DP80 entspricht UHBR20 mit 80 Gbit/s. Nutzbar bleiben 38,7, 52,2 und 77,4 Gbit/s. Für 4K144 mit 8 bit genügt DP40, für 5K120 mit DSC reicht DP54, für 8K60 mit DSC braucht es DP80. Diese Zuordnung ist die einzige, die im Gespräch mit dem Lieferanten belastbar ist.
Die aktive Klasse DP80LL
DP80LL bezeichnet aktive Kabel bis drei Meter, die UHBR20 führen. Die Elektronik sitzt im Stecker und wird über den Port versorgt. Ein passives 3-m-Kabel mit DP80-Aufdruck ist damit nicht gemeint, auch wenn die Bezeichnung ähnlich klingt. Wer beide Bauarten in einer Bestellung mischt, bekommt unterschiedliche Link-Ergebnisse bei fast gleicher Artikelbezeichnung.
Vergleich: was die Klassen tragen
Die Tabelle ordnet die Klassen der Fassung 2.1 nach Rate, nutzbarer Bandbreite und dem Einsatz, der ohne Rückfall läuft.
Für die Bestellung heißt das: die Klasse allein reicht nicht, die Anforderung des Panels muss daneben stehen. Ein Panel mit 5K120 und DSC verlangt DP54, ein Panel mit 4K144 ohne Kompression kommt mit DP40 aus, und beide dürfen als Kabel der Fassung 2.1 angeboten werden.
| Klasse | Stufe | Brutto | Nutzbar | Einsatz ohne Rückfall |
|---|
| DP40 | UHBR10 | 40 Gbit/s | 38,7 Gbit/s | 4K144 mit 8 bit |
| DP54 | UHBR13,5 | 54 Gbit/s | 52,2 Gbit/s | 5K120 mit DSC |
| DP80 | UHBR20 | 80 Gbit/s | 77,4 Gbit/s | 8K60 mit DSC |
| DP80LL | UHBR20 aktiv | 80 Gbit/s | 77,4 Gbit/s | 8K60 bis 3 m aktiv |
| HBR3-Kabel | HBR3 | 32,4 Gbit/s | 25,9 Gbit/s | 8K30 ohne DSC |
Wo der Rückfall sichtbar wird
Ein Rückfall von UHBR20 auf UHBR10 halbiert die Rate und zeigt sich oft nur als fehlende Bildwiederholrate. Im Betriebssystem steht dann 60 statt 120 Hz, oder HDR verschwindet, weil die Quelle den Farbmodus ändert. Ein Blick in das Link-Training-Log nennt Rate und Lane-Anzahl. Ohne Log bleibt ein Verdacht, und der führt im Einkauf zu Nacharbeit und Retouren.
Prüfung am Muster statt am Etikett
Die belastbare Prüfung ist ein Muster in der späteren Länge, mit einer Quelle, die UHBR20 anfordert, und einem Monitor, der die Zielauflösung verlangt. Erst wenn der Link über Stunden ohne Neuverhandlung steht, ist die Klasse belegt. Zwei Muster aus verschiedenen Fertigungslosen erhöhen die Aussagekraft, weil Stecker und Konfektionierung streuen und genau dort die Dämpfung entsteht.
Zwei Projekte, zwei Klassen
Beide Projekte starteten mit dem Wunsch nach 2.1 und endeten bei unterschiedlichen Klassen.
Beide Projekte bestätigen die Regel, dass die Anforderung des Panels die Klasse bestimmt. In der Serie messen wir jedes Los bei der bestellten Länge und dokumentieren die Stufe im Prüfbericht. Wer die Stufe kennt, kann im Angebot eine belastbare Aussage machen und muss sie nicht im Betrieb korrigieren.
Projekt A: 8K60 im Schnittplatz
Ein Schnittplatz verlangte 8K60 mit DSC über 1,5 m. Das DP80-Muster trainierte UHBR20 im ersten Durchlauf, die Fehlerzähler blieben über zwölf Stunden bei null, die Augenhöhe lag bei 66 Prozent der Maske. Ein DP40-Muster derselben Baureihe fiel auf UHBR10 zurück und zeigte 8K30. Der Unterschied war im Test sofort messbar, obwohl beide Kabel gleich bedruckt waren.
Projekt B: 4K144 an der Videowand
Für eine Videowand mit 4K144 über 2,5 m genügte DP40, weil das Panel bei 8 bit bleibt. Der Link stand auf UHBR10 ohne Neuverhandlung. Ein DP80-Kabel brachte keine höhere Frequenz, war aber dicker und teurer im Kanal. Die Entscheidung fiel über die Anforderung des Panels und nicht über die Versionsnummer auf der Hülle.
Häufige Fragen
Ist ein 2.1-Kabel automatisch DP80?
Nein. Die Fassung erlaubt Kabel der Klassen DP40, DP54 und DP80. Nur die genannte Klasse beschreibt die geprüfte Rate. Ohne Stufenangabe hilft ein Blick ins Prüfprotokoll oder ein Test mit UHBR20.
Was bringt DP80LL gegenüber DP80?
DP80LL ist die aktive Bauart bis drei Meter und führt UHBR20 über Strecken, die passiv nicht sicher sind. Sie braucht Versorgung über den Port und kostet etwas Latenz. Für kurze Wege ist passives DP80 einfacher.
Kann ein DP40-Kabel 8K60 übertragen?
Nur mit starker Kompression und meist nicht in voller Farbtiefe. 8K60 mit DSC verlangt rund 77 Gbit/s nutzbar, DP40 liefert 38,7. Realistisch bleiben 8K30 ohne DSC oder 4K120 mit DSC.
Warum flackert das Bild bei 5K120?
Häufig steht der Link auf UHBR10 statt UHBR13,5, oder die Schirmung reicht nicht. Flackern ohne Meldung deutet auf Neuverhandlungen im Link Training hin. Das Log zeigt, ob die Rate gehalten wird.
Gilt die Zertifizierung für alle Längen einer Baureihe?
Nein, sie gilt für die geprüfte Länge. Kurze Varianten haben mehr Reserve, längere weniger. Wer eine andere Länge bestellt, sollte dafür ein eigenes Prüfmuster verlangen und die Rate messen.
Nächster Schritt
Sagen Sie uns, welche Auflösung und Frequenz Ihr Panel verlangt, und wir ordnen die Klasse zu. Schreiben Sie an zongcarrie@zh-zong.com oder rufen Sie unter +86 13543026126 an. Über https://zh-zong.com/contact/ starten Sie die Musteranfrage mit Länge und Stückzahl. Wir legen das Prüfprotokoll mit Stufe, Länge und gemessener Augenhöhe bei.
Weiterlesen: HBR2-Bandbreite erklärt | die DisplayPort-Kabelreihe | Spezifikation des DP-1.4-Kabels