Autor: ZONG Redaktion | technische Uebersicht ZONG
DisplayPort 2.0 Kabel: UHBR10, 13,5 und 20 im Vergleich – Schema, keine Messung.Drei Kabel mit demselben Aufdruck DisplayPort 2.0 können 40, 54 oder 80 Gbit/s führen, und keines davon ist am Stecker erkennbar. Die ausgehandelte Rate steht im Link Training, nicht auf der Hülle. Wer für 5K120 oder 8K60 einkauft, muss deshalb die UHBR-Stufe benennen, die das Panel tatsächlich anfordert, und den Nachweis für die bestellte Länge verlangen. Dieser Text trennt die drei Stufen, ihre Zertifizierung und die Länge, an der Kupfer endet.
Kurzantwort
Kurz gefasst: UHBR10 führt 40 Gbit/s, UHBR13,5 führt 54 und UHBR20 führt 80, jeweils brutto über vier Lanes. Wegen der 128b/132b-Codierung bleiben 38,7, 52,2 und 77,4 Gbit/s nutzbar. Die Zertifizierung benennt die geprüfte Stufe als DP40, DP54 oder DP80 und gilt nur für die geprüfte Länge. Ein Aufdruck ohne Stufe sagt nichts über die Übertragungssicherheit bei drei Metern aus. Wer die Stufe im Datenblatt nicht findet, sollte sie beim Lieferanten schriftlich abfragen.
Wofür die drei Stufen stehen
DisplayPort 2.0 wechselt die Codierung: 128b/132b senkt den Overhead auf drei Prozent, deshalb steigt die nutzbare Rate stärker als die Brutto-Rate. UHBR10 führt 10 Gbit/s pro Lane und 40 Gbit/s gesamt, UHBR13,5 führt 13,5 und 54, UHBR20 führt 20 und 80. Nutzbar bleiben 38,7, 52,2 und 77,4 Gbit/s. Die alte Stufe HBR3 mit 32,4 Gbit/s liegt damit unter der kleinsten UHBR-Stufe, obwohl beide als DisplayPort-Kabel verkauft werden.
Für den Einkauf ist die Stufe wichtiger als die Versionsnummer. Ein Kabel, das UHBR10 bei drei Metern sicher führt, ist kein DP80-Kabel, auch wenn beide dasselbe Protokoll sprechen. Die Bezeichnungen DP40, DP54 und DP80 aus der Zertifizierung benennen genau diese Grenze. Fehlt die Angabe im Datenblatt, bleibt nur die Messung im eigenen Aufbau, und die fällt je nach Quelle und Monitor unterschiedlich aus.
Ein dritter Punkt ist die Quelle selbst. Nicht jede Grafikkarte fordert UHBR20 an, manche bleiben bei UHBR10, obwohl der Monitor mehr könnte. Im Test protokollieren wir deshalb die angebotene Stufe der Karte getrennt von der ausgehandelten Rate des Links. Erst beide Werte zusammen erklären, warum ein 8K-Panel mit 60 Hz läuft oder bei 30 Hz stehen bleibt.
128b/132b und die Folgen für das Signal
Die höhere Symbolrate pro Lane verschiebt die Dämpfung nach oben. UHBR20 arbeitet mit 20 Gbit/s pro Lane, mehr als das Doppelte von HBR3. Der Spielraum im Auge wird kleiner, Jitter und Nebensprechen wirken stärker. Deshalb verlangt UHBR20 sauber geführte Paare, kurze ungeschirmte Enden am Stecker und eine Impedanz, die über die ganze Länge konstant bleibt. Ein einzelner Knick im Kabelkanal kann die Augenhöhe sichtbar kosten.
Was ein Retimer rettet
Ein Retimer tastet das Signal neu ab, korrigiert Jitter und gibt es neu aus. Er erlaubt Längen, die passiv nicht gehen, kostet aber Latenz und Strom im Stecker. Ein Redriver verstärkt nur und hilft bei Dämpfung, nicht bei Jitter. Für UHBR20 über drei Meter ist ein Retimer die technisch saubere Lösung, für zwei Meter genügt häufig ein gut aufgebautes passives Kabel mit 24 AWG.
Vergleich der Link-Raten
Die Tabelle stellt die Stufen nebeneinander und nennt die Auflösung, die ohne Kompression oder mit DSC realistisch läuft.
Entscheidend ist die Spalte der nutzbaren Rate, weil dort die Codierung bereits abgezogen ist. Die Bruttozahl gehört ins Datenblatt, die Nettorate in die Entscheidung. Ein 5K120-Signal mit 50 Gbit/s passt in UHBR13,5 und in keine Stufe darunter, auch wenn die Bruttowerte anderes vermuten lassen.
| Stufe | Rate pro Lane | Gesamt | Nutzbar | Typische Auflösung |
|---|
| HBR2 | 5,4 Gbit/s | 21,6 Gbit/s | 17,3 Gbit/s | 4K60 mit 8 bit |
| HBR3 | 8,1 Gbit/s | 32,4 Gbit/s | 25,9 Gbit/s | 8K30 ohne DSC |
| UHBR10 | 10 Gbit/s | 40 Gbit/s | 38,7 Gbit/s | 4K144 ohne DSC |
| UHBR13,5 | 13,5 Gbit/s | 54 Gbit/s | 52,2 Gbit/s | 5K120 mit DSC |
| UHBR20 | 20 Gbit/s | 80 Gbit/s | 77,4 Gbit/s | 8K60 mit DSC |
Zertifizierung und Aufdruck
VESA vergibt die Zertifizierung nach Messung von Einfügedämpfung, Rückflussdämpfung und Nebensprechen. Ein DP80-Kabel hat die Grenzwerte bei 20 Gbit/s pro Lane über die geprüfte Länge eingehalten. Der Aufdruck allein belegt nichts, weil viele Anbieter nur die Protokollversion nennen und die Stufe weglassen. Brauchbare Datenblätter trennen Version, Stufe und Länge und nennen das Prüflabor.
Länge als zweite Grenze
Bei UHBR20 endet passives Kupfer früher als bei UHBR10. Zwei Meter sind mit gutem Aufbau machbar, drei Meter nur mit ausgewählten Leiterquerschnitten, darüber braucht es aktive Elektronik. Die aktive Variante DP80LL ist bis drei Meter spezifiziert. Wer längere Strecken plant, sollte die Stufe reduzieren, statt die Länge zu erzwingen und den Rückfall im Betrieb zu riskieren.
Messungen aus der Fertigung
Zwei Muster derselben Baureihe, beide mit 30 AWG, unterscheiden sich nur in der Länge und im Steckeraufbau.
Beide Muster zeigen denselben Zusammenhang: die erreichbare Stufe ist eine Funktion der Länge. In der Serie prüfen wir deshalb jede bestellte Länge einzeln und nicht die Baureihe als Ganzes. Wer später eine längere Variante braucht, bekommt eine neue Messung und keine Zusage aus dem Katalog.
Muster 1: 2 m, UHBR20 stabil
Das 2-m-Muster trainierte UHBR20 gegen eine Workstation-Karte und hielt 8K60 mit DSC über sechs Stunden ohne Fehlerzähler. Die Augenhöhe lag im Test bei 62 Prozent der Maske, die Temperatur am Stecker stieg um 9 Grad. Für kurze Wege im Rack ist dieser Aufbau die günstigste Lösung, weil weder Retimer noch zusätzliche Versorgung nötig sind.
Muster 2: 3 m, Rückfall auf UHBR13,5
Das 3-m-Muster erreichte UHBR20 nicht und handelte UHBR13,5 aus. 5K120 mit DSC lief stabil, 8K60 nicht mehr. Im Log standen Neuverhandlungen des Links alle 40 Minuten. Mit einem Retimer im Stecker hielt dasselbe Kabel UHBR20, die Latenz stieg messbar, blieb aber im Rahmen. Diese Variante geht nur mit Steckergehäuse, das die Elektronik aufnimmt.
Häufige Fragen
Ist DisplayPort 2.0 dasselbe wie DisplayPort 2.1?
Die Stufen UHBR10 bis UHBR20 gelten in beiden Fassungen. Die Fassung 2.1 ergänzt unter anderem die Kabelklasse DP80LL und genauere Regeln für Kabel. Für den Einkauf zählt die genannte Stufe, nicht die Versionsnummer.
Brauche ich für 4K144 ein DP80-Kabel?
Nein. 4K144 mit 8 bit und 4:4:4 liegt bei rund 31 Gbit/s und läuft über UHBR10 mit Reserve. Ein DP40-Kabel genügt, sofern die Länge zur Stufe passt und der Monitor nicht mehr anfordert.
Wie erkenne ich die ausgehandelte Stufe?
Über das Link-Training-Log der Grafikkarte oder ein Service-Menü des Monitors. Beide nennen Rate und Lane-Anzahl. Ein Kabeltester zeigt dasselbe ohne Rechner, ist aber nur für Stichproben sinnvoll.
Sind aktive Kabel für 5 m mit UHBR20 verfügbar?
Als DP80LL ist die aktive Variante bis drei Meter spezifiziert. Längere Strecken laufen über Glasfaser oder über eine kleinere Stufe. Beides muss die Quelle unterstützen, sonst bleibt der Link bei der niedrigeren Rate.
Warum wird mein 8K-Monitor nur mit 30 Hz erkannt?
Meist fehlt DSC in der Kette oder der Link steht auf HBR3. 8K60 verlangt rund 77 Gbit/s nutzbar. Prüfen Sie zuerst die Stufe im Log, danach die DSC-Freigabe im Monitorsetup.
Nächster Schritt
Nennen Sie uns Panel, Quelle und geplante Strecke, dann legen wir die Stufe fest und prüfen sie am Muster. Schreiben Sie an zongcarrie@zh-zong.com oder rufen Sie unter +86 13543026126 an. Über https://zh-zong.com/contact/ fordern Sie ein Prüfmuster mit Link-Training-Bericht an. Wir messen UHBR20 bei Ihrer Länge und dokumentieren Augenhöhe und Fehlerzähler.
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